Erste wieder in der Regionalliga!

Mehr oder wenig nervös, aber insgesamt hoch konzentriert, traten wir
zu unserm letzten für die Meisterschaft entscheidenden Spiel gegen Halle an.
Die Vorzeichen waren ziemlich günstig, da Halle mehrere deutlich unterklassige
Ersatzspieler aufbot, die allerdings auch zu kämpfen verstanden.
Außerdem kam ihr Brett 3 Krautkrämer etwas mehr als 30 Minuten zu spät,
so daß wir frühzeitig in Front lagen.
Er war tragischerweise Zeuge eines sehr üblen Unfalls gewesen.
 
Als Erstes demontierte Jürgen unter Figurenopfer den Königsflügel seines
Gegners und setzte einen eigenen Bauern auf h7 fest.
Dann aber schien es keinen schnellen, zwingenden Gewinn zu geben,
aber die Stellung wirkte doch bei richtigen Spiel sehr vorteilhaft für Jürgen.
Dann bekam Michael ein Remisangebot, das er in nur wenig vorteilhafter
Stellung annahm, etwas später boten auch Alfons, Uwes und Cedricks
Gegner die "Friedenspfeife" an.
Alfons und Cedrick wollten jedoch weiterspielen, wobei Cedrick etwas besser stand,
evtl. einen Freibauern auf der a-Linie bilden konnte, ( was später auch geschah),
während Alfons Stellung für meinen kurzen Blick eher unklar wirkte.
 
Seine Siegeszuversicht zahlte sich jedoch aus, als sein Gegner "alter Hase" Kiel
eine Figur anfaßte, um dabei festzustellen, entscheidendes Material zu verlieren
und daraufhin aufgab. 3:1
 
Wenig  später nach über 3 Stunden Spielzeit gewann auch Florian, der seinen
Gegner eingeengt hatte und hochüberlegen stand. 4:1
 
Jürgen hatte endlich Material zurückgewonnen, zwar den h-Bauern eingebüßt, aber
mittlerweile mit  Turm und Figur gegen 2 Leichtfiguren ein deutlich gewonnenes
Endspiel, das er wenig später zur Aufgabe des Gegners führte. 5:1
 
Damit war der Kampf für uns nach nicht ganz 4 Std. entschieden, währenddessen
spielte Cedrick noch weiter auf Gewinn, währen dich mich in den letzten 10
Zügen unter dem Druck der Uhr befand.
Meine Partie hatte nach mal wieder verhaltener Eröffnung im Mittelspiel
rasant Fahrt aufgenommen, es stand aber eher ausgeglichen.
Mein Gegner begann aber nun die Flucht nach vorn und suchte sein Heil
mit einer riskanten Öffnung im Zentrum.
 
Es entstanden für beide zwei verbundene Freibauern (c+d gegen d+e),
aber meine waren deutlich weiter bzw. gefährlicher vorgerückt.
 
Ich hätte ihn vernichtend überspielen können, sah aber in der Kürze der Zeit
nicht die wuchtigsten Züge, sondern gab mich letzlich mit einem Endspiel
mit Mehrfigur (T+L vs. T) zufrieden, das auch augenscheinlich gewonnen war,
aber es erschien mir einerseits nicht so leicht, da mein König in der Ecke gefangen war,
und des Gegners Bauernkette nicht so leicht zu unterminieren war, er besaß
4 verbundene und ich 3 verbundene dagegen.
 
Da der Kampf eh klar gewonnen war, gab ich mich ausnahmsweise mit Remis zufrieden,
einige Zeit später war dann auch für Cedrick mehr nicht drin.